Krebs

Krebs = Tumor ?

Als Krebs werden in der Medizin bösartige Tumore bezeichnet. Deshalb ist es wichtig zu wissen, dass nicht jeder Tumor gleich Krebs ist. Krebs gehört zu den zweithäufigsten Todesursachen in Deutschland. An erster Stelle stehen nach wie vor Herz-Kreislauf-Krankheiten. Krebs hat viele Ursachen, bzw. Auslöser. Hierzu gehören zweifellos neben Veranlagung auch äußere Einflüsse, wie Umweltschäden, oder der Kontakt mit verschiedenen Materialien, die die Zellstrukturen so verändern können, dass dadurch Krebs entsteht. Jedes Körperorgan kann von Krebs befallen werden. Deshalb ist es besonders wichtig, an Krebsvorsorgeuntersuchungen regelmäßig teilzunehmen und sich ausführlich zu informieren, was man selbst tun kann, um Krebs vorzubeugen.

Früherkennung ist allerdings leider auch nicht bei allen Krebsarten nützlich. Eine Vielzahl der Krebserkrankungen können jedoch aufgrund der frühen Diagnose und der rechtzeitig begonnenen Therapie geheilt werden. Oft wird Krebs durch falsche Ernährungsgewohnheiten ausgelöst, durch Nikotin- und Alkoholmissbrauch, Gewohnheiten, die man mit etwas Disziplin und einem starken Willen ablegen kann. Nicht alle Tumore werden operativ entfernt.

Bei Lungenkrebs zum Beispiel kann eine operative Entfernung des Lungenbeutels die Überlebenschancen des Patienten negativ beeinflussen, deshalb wird bei dieser Krebserkrankung auf eine Operation lieber verzichtet. Hier kommen andere Behandlungsmöglichkeiten eher in Betracht.

Auch hört man immer häufiger über resistente Krebszellen. Was damit auf sich hat? Dies ist eine Theorie, nachdem in jedem (bösartigen) Tumor zwei Zellpopulationen zu finden sind. Krebszellen und Krebsstammzellen. Die Krebszellen haben eine sehr große Anzahl, die Krebsstammzellen nur eine geringe. Der Theorie zur Folge würde die Chemotherapie bloß die Krebszellen treffen, und töten. Hierbei wird der Tumor vernichtet, oder zumindest verkleinert. Doch die Krebsstammzellen überleben die Therapie und speichern die Informationen. Diese Informationen reichen aus, um nach einer Latenzzeit den Krebs neu aufleben zu lassen. Deswegen arbeitet die Forschung mit Hochdruck daran, Therapien zu entwickeln, bei denen nicht nur die Krebszellen, sondern auch die Krebsstammzellen bekämpft werden können.

Viele glauben auch, dass wenn ihre Therapie beendet ist und der Arzt von Erfolg spricht, sind sie geheilt. Doch hiermit sollte man keineswegs leichtsinnig umgehen. Geheilt gilt Krebs erst nach 5 Jahren ohne Rückfall und ohne Metastasenbildung. Jedoch kann Krebs auch nach Ablauf von 5 Jahren erneut auftreten. Nachsorge und weiterhin regelmäßige Kontrollen sind deshalb unbedingt notwendig.