Krebs

Ursachen für Krebserkrankungen

Krebs hat viele Auslöser. Von Ursachen kann man bei Krebserkrankungen nur selten sprechen. Nicht nur eine ungesunde Lebensweise, auch Umwelteinflüsse, UV-Licht, Gammastrahlen, mutagene Chemikalien, ionisierende Strahlung, und Einflüsse, die unser Immunsystem daran hindern, erkrankte Zellen zu erkennen und zu beseitigen gelten medizinisch gesehen, als Krebsfördernd.

Auch Viren können Krebs auslösen. Bei den Viren, die Krebs auslösen können, spricht man von Onkoviren. Hierzu gehören unter anderen beispielsweise das Hepatitis-B-Virus (ein DNA-Virus), oder auch das HPV (Humanes Papillomvirus). Letzteres gehört in die Gruppe der RNA-Viren. HBV kann Leberkarzinom verursachen, HPV befällt bevorzugt Epithelzellen der Haut und der Schleimhäute. Doch neben den "natürlichen" Auslösern, sofern man diese so nennen kann, gibt es noch weitere Faktoren, die krebsfördernd angesehen werden. So zum Beispiel die genetische Veranlagung.

Bei Frauen wird die Veranlagung für Brust- und Gebärmutterhalskrebs häufig über die Generationen weitergegeben, bei Männern trifft es häufig die Prostata. Auch Darmkrebs entsteht nicht selten durch eine genetische Veranlagung. Deshalb ist gerade bei diesen Risikogruppen besonders wichtig, dass die Vorsorgeuntersuchungen regelmäßig durchgeführt werden. Nur so kann man Krebs frühzeitig entdecken und mit einer Therapie begonnen werden.

Gerade bei bestimmten Krebsarten, wie zum Beispiel Brustkrebs besteht die Möglichkeit, kleinste Tumore zu entdecken, dank modernster Diagnostik. Natürlich sind Knoten auch mit der Hand tastbar, doch wenn es soweit ist, hat der Tumor bereits eine gewisse Größe erreicht. Durch die Mammographie sind jedoch bereits winzige Veränderungen sichtbar, die man mit der Hand noch nicht ertasten könnte. Auch, wenn man von Krebsvorbeugung spricht, ist es leider bis Heute nicht zweifelsfrei bewiesen, dass man Krebs tatsächlich wirksam vorbeugen kann. Bewiesen ist jedoch, dass man unter bestimmten Umständen das Risiko, an Krebs zu erkranken deutlich senken kann. Bewiesen ist, dass Rauchen (auch passives Rauchen!) Lungenkrebs verursachen kann. Durch das Aufhören mit dem Rauchen kann man das Risiko, an Lungenkrebs zu erkranken enorm verringern, aber natürlich nicht zu 100% verhindern.

Eine gesunde Lebensweise hält viele Krankheiten von uns fern, besser gesagt, wir können das Risiko auf ein Minimum senken, wenn wir unsere Lebensweise und unsere Ess- und Suchtgewohnheiten verändern. Bestimmte Berufsgruppen sind krebsfördernden Stoffen regelmäßig ausgesetzt. Hier sollte man die angebotenen Schutzmaßnahmen unbedingt ergreifen. Das Einatmen von Feinstaub, Asbest und anderen feinen Partikeln kann Lungenkrebs und auch andere Krebserkrankungen auslösen. Ausreichender Schutz vor äußeren Einflüssen, und die regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen sind ein gutes Paar, wenn es darum geht, Krebs keine Chance zu bieten.